Beste & Bestie

Mit der besten Freundin im Jaguar F-Pace nach und durch Zürich: Wenn Momente noch unbezahlbarer sind als Märchenschlösser, ein Traumauto oder jede Menge gutes Essen

Was macht eigentlich eine beste Freundin aus? Für mich die Eigenschaft, dass diese unsichtbare Connection sofort da ist – und auch bleibt – egal wie oft und lang man sich sieht. Nina kenne ich seit der 5. Klasse; Sie ist eine der wenigen Konstanten in meinem Leben, auch, wenn wir eines leider eben nicht konstant hinbekommen: gemeinsame Zeit. Wer das Glück hat, so eine Person zu finden, nutzt dann das Zeitfenster, wenn sich beide Terminkalender nach Monaten wieder einig sind, auch mal für etwas Besonderes. „Kurztrip nach Zürich – ich bräuchte eine fancy Begleitung?“ „Klar, bin dabei. Zug? Flieger?“ „Jaguar F-Pace. Und wir übernachten in einem Märchenschloss.“ „Bist du besoffen?“ Safe nicht, ich will das Ding ja fahren.

Wie so ein Kurztrip nach Zürich aussehen könnte, warum man sich dabei schon mal wie Bond und Bond Girl fühlt, und wieso am Ende Fünf-Sterne-Traumhotel oder Luxus-Raubkatze zur Nebensache werden, hab ich hier mal als Tagesablauf aufgelistet.

jaguar f-pace, gentlemens journey, zürich

© Gentlemens Journey

Unser Ziel liegt hoch oben auf dem Adlisberg. Sieht aus wie ein Mix aus Hogwarts und dem Disney-Schloss, ist aber ein reales Hotel. Mit irrealen Preisen. Die engen, verwinkelten Straßen erklimmt der Jaguar F-Pace 3.0 Liter V6 mit Leichtigkeit. (380 PS, Digga) Auch weil zum Glück niemand entgegenkommt. Noch bevor der SUV am Eingang des „The Dolder Grand“ zum Stehen kommt, warten bereits zwei fein eingekleidete Mitarbeiter an den Treppenstufen. Ein Gefühl wie Hollywoodstar, Bachelor oder Fifa-Funktionär. Ich wähle ersteres. Jetzt ist Nina echt keine Diven-Prinzessin, aber Schlossherr und –herrin auf Zeit ist genehmigt. Und die Augen strahlen wie vorm Handtaschenregal.

jaguar f-pace, gentlemens journey, zürich

© Gentlemens Journey

Wer durch die Eingangstür in die opulente Empfangshalle aus Marmor tritt und auf cremefarbenem Teppich durch die Gänge des Neubaus schreitet, fühlt sich auch ohne Maßanzug gleich ein wenig wie 007. Im großen Ankleidebereich unserer Junior Suite könnte man ein Dutzend Agenten-Outfits lagern. Wir zwei haben wie immer fast den halben Kleiderschrank dabei, aber ein paar Bügel und Fächer bleiben trotzdem frei. Und das heißt was. Über 175 Zimmer und Suiten verfügt das ursprüngliche, 1899 erbaute „Churhaus“; Möbel, Materialien und Ausstattung gingen als „Wolf of Wallstreet“-Drehort durch. Viel mehr als „wow“, „hast du gesehen?“ und „dein Ernst?“ hört man die nächste halbe Stunde auch nicht. Über eine eigens angefertigte Bang & Olufsen-Fernbedienungen lässt sich aus dem Bett nicht nur der Fernseher bedienen, sondern auch Klimaanlage und Licht. Die Vorhänge werden via iPad geöffnet, geschlossen oder das Licht in drei Schritten gedimmt. Und im Badezimmerspiegel kann  man fernsehen.

© Gentlemens Journey

jagaur f-pace, dolder grand, zürich

© Dolder Grand

Die Junior Suite. Ja die sieht echt so aus.

jagaur f-pace, dolder grand, zürich

© Gentlemens Journey

Kevin allein im Spiegel. #luxuryproblems im Badezimmer.

19 UHR: DINNER @ SALTZ

© Gentlemens Journey

Das The Dolder Grand verfügt über zwei Restaurants und eine Bar. Wir essen im Restaurant Saltz zu Abend, in dem mit Blick auf die City, den See und die Alpen morgens auch das Frühstück serviert wird. Wenns hell ist, sieht man auch was. Zum Essen: Ja, war so gut wie es aussieht. Zum Abschluss gibt’s dann einen Drink in Hogwarts. Nein echt, die Bar erinnert wirklich an die „Potter“-Filme.

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11.00 UHR: AB IN DIE STADT

jaguar f-pace, gentlemens journey, zürich

© Gentlemens Journey

Endlich. Wieder. Fahren. In die City käme man innerhalb von sechs Minuten auch mit der Dolderbahn oder einem Shuttle, aber wer mag schon Konjunktive. Außerdem versteht sich das Audiosystem des Jags ganz kuschlig mit meiner Playlist.  Damit die Stimmung kuschlig bleibt, erinnert uns das Head-up-Display daran, trotz der Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in 5,5 Sekunden die Schweizer Verkehrsregeln und Konsequenzen nicht näher daten zu müssen als notwendig. Erste Ziel-Eingabe: das Restaurant Bärengasse. Lange nichts mehr gegessen.

© Gentlemens Journey

12.30 UHR: LUNCH @ RESTAURANT BÄRENGASSE

© Gentlemens Journey

Zum Thema beste Freunde: Das Lokal  Bärengasse liegt direkt vis-á-vis eines Agent Provocateur-Stores. Zu den Highlights der Brasserie am Zürcher Paradeplatz in den früheren Schalterhallen der Credit Suisse gehören die argentinischen Bio-Rindsfilets und Weine der Farm von Dieter Meier. Der Schweizer Künstler betreibt in der argentinischen Pampa eine Rinderzucht und in Mendoza ein berühmtes Weingut. Das Interieur: cozy, ohne zu fancy sein zu wollen, bei den Farben dominieren rot, schwarz und cremefarben.

© Gentlemens Journey

© Gentlemens Journey

Highlight neben dem argentinischen Fleisch, dem Rindscarpaccio mit Honig-Senfsauce, dem in der Pfanne servierten Züricher Geschnetzelten und den Ravioli mit Trüffel? Die Uhrenwahl des Personals.

Jaguar F-Pace oder: die Kunst zu parken

jaguar f-pace, gentlemens journey, zürich

© Gentlemens Journey

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© Gentlemens Journey

15.00 UHR: ENTSPANNEN IM SPA

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© Dolder Grand

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© Dolder Grand

Glaube die Bilder sprechen für sich.

19 Uhr: Dinner im RESTAURANT „3 STUBEN“

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© Gentlemens Journey

Schlaraffenland in rot-weiß-kariert. Leider nur 15 Minuten Fahrt sind es bis zu den „3 Stuben„. Das Wirtshaus ist außen und innen traditionelle Gaststube, dafür wird es auf dem Teller richtig frech.

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Zur Vorspeise Tartar aus dem Glas mit pochiertem Ei und Kartoffelschaum, oder doch lieber gebratene Foie Gras auf Kirschenclafoutis?  Tagliatelle mit Trüffel-Rahmsauce (eigentlich ein Hauptgang) als kleine Zwischengang-Portion? Geht lockereasy. Und auch deswegen mag ich Nina so: Sie begnügt sich nicht der „Figur“ wegen mit drei Salatblättern und einem stillen Wasser. Gönnt sich einfach.  Danach wieder die Frage: Zweierlei vom Kalb in Portweinsauce, Simmentaler Kalbskotelett mit Trüffelkartoffelstock oder doch das Züricher Geschnetzelte?  Cheesecake mit Vanille-Rumglacé?  Mandarinensorbet mit Rotweinfrüchten oder langsam schmelzendes Schokoküchlein mit Amarettokirschen?

Goodbye-Dinner

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© Dolder Grand

 

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18 UHR: DINNER IM „KOKODIL“

© Gentlemens Journey

Den Jaguar F-Pace im Rotlichtbezirk parken? Richtig böser Junge. In dem Fall können wir nicht anders, weil sich der Hotspot unseres Dinners vor der Heimfahrt im Langstrassen Quartier zwischen Etablissements und Handwerksbetrieben versteckt. Schnell etwas Kleines essen, das erste Date, entspannter Abend bei Craftbeer – das Krokodil Provisorium eignet sich für jeden Anlass, die Preise sind für Zürich echt moderat. Das Ambiente: hip, eher Berlin als München, drinnen viel Holz und Schachbrettboden, draußen: Neonlicht. Taugt. Für die Nahrungskette liefert das Lokal in erster Linie Burger, Entrecote und Spare Ribs, es finden sich aber auch Flammkuchen, hausgemachte Ravioli oder Salate auf der Karte. Die ist in feinstem Schweizerdeutsch gehalten, das Personal hilft aber gerne beim Übersetzen. Ja, auch ohne blondes Model an der Seite.

© Gentlemens Journey

Dass dieses Reise-Erlebnis ein echter Traum war, kann man denke ich nachfühlen. Viel nachhaltiger als eine Nacht im Nobel-Hotel, die man sich als normaler Mensch kaum leisten kann oder im Jaguar durch Berg und Tal zu cruisen, ist für mich aber so ein Erlebnis mit den richtigen Menschen zu erleben. Dieses „Weißt du noch, als wir in Zürich …“ wird einfach bleiben. Auch wenn es zukünftige Hotelzimmer, Autos oder Gerichte schon schwer haben. Beim nächsten Mal reicht uns dafür aber wieder ein Coffee-Meeting. Was zählt, ist ja schließlich die Zeit, die man verbringt, nicht der Ort. Und vielleicht verirrt sich ja doch wieder ein süßes Raubtier in unsere Wildbahn.

 

*Ermöglicht hat unseren Traum-Kurztrip vor allem die Unterstützung von Jaguar Land Rover Deutschland, des Dolder Grand Hotels und des auf maßgeschneiderte Reiseerlebnisse spezialisierten Teams von DESIGNREISEN. Vielen Dank!

Die Geschichte erschien in veränderter Form zuerst auf GQ.de

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