Neue Sofa-Wein-Reise ins österreichische Mittelburgenland. Beim Weingut Gesellmann in Deutschkreutz werden hauptsächlich classy Rotweine mit Fokus auf Blaufränkisch Beats auf die Glas-Playlist gestreamt. Ich probiere mich durch 5 Reben-Soundtracks – und durfte dem Genusshandwerker hinter den Weinen ein paar Fragen stellen.

Seit 2011 als Bioweingut geführt und ab 2015 zertifiziert, bewirtschaftet das Weingut Gesellmann 50 Hektar erstklassiger Lagen in Deutschkreutz. Unter der Leitung von Silvia und Albert Gesellmann entstehen auf 50 Hektar erstklassiger Lagen durch präzises Handwerk, internationale Erfahrung und handverlesene Trauben – teils von bis zu 90 Jahre alten Rebstöcken – Charakterkopf-Weine für Entdecker. Ausdrucksstarke Weißweine, kraftvolle Rotweine mit mittelburgenländischer Würze sowie Spitzenweine wie die Cuvée G. Ich hab mal im Wein-Reisebüro eine Sofa-Tour durchs Mittelburgendland gebucht – und bekam von Albert Gesellmann im Interview einen humorvollen Einblick in seine Idee und Handschrift.

Zum Wein-Date erschienen sind:
- Gesellmann OP Eximium (Blaufränkisch /St.Laurent / Zweigelt)
- Gesellmann hochberc (Blaufränkisch)
- Gesellmann Blaufränkisch vom Lehm
- Gesellmann Blaufränkisch Creitzer Reserve
… und ein besonders verpacktes Abenteuer
Die Cuvée „G“ ist der Champions League Wein, der Aromen-Abenteuern den roten Teppich ausrollt.

Albert Gesellmann im Interview
Nach dem Probieren war mein Eindruck der Handschrift, die alle Weine verbindet: unterschiedliche Charaktere mit Abenteuerlust, gleichzeitg aber einer unfassbaren Gelassenheit. Sind Sie immer gelassen? Oder kommts bei all dem Perfektionismus schon mal vor, dass das Weinmachen schon mal zur Adrenalin-Reise wird?
“Gelassenheit ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeitsweise. Gerade im Weinbau lernt man, dass sich nicht alles kontrollieren lässt. Man arbeitet mit der Natur, und jede Vegetationsperiode bringt neue Herausforderungen mit sich – Frost, Wetter oder der Verlauf der Ernte. Deshalb braucht es eine gewisse Ruhe und das Vertrauen, dass vieles seinen Weg findet. Natürlich gibt es während der Lese Phasen mit hoher Anspannung. Wenn viele Entscheidungen gleichzeitig getroffen werden müssen, steigt die Hektik und damit auch das Risiko von Unachtsamkeiten. Trotzdem ist unser grundsätzlicher Zugang zum Wein nicht technisch oder verbissen, sondern bewusst entspannt. Unsere Weine sollen unsere Persönlichkeit widerspiegeln. Wir verstehen uns nicht als reine Geschäftsleute, sondern als Menschen, die mit und in der Natur arbeiten. Wein lässt sich nicht vollständig kontrollieren – man kann ihm lediglich den richtigen Rahmen geben.”

Eine Panne mit positivem Ausgang
„Während der Ernte arbeiten bis zu zehn Personen gleichzeitig im Keller. Dabei passierte einmal ein Missgeschick: Zwei Weine wurden bereits während der Gärung versehentlich miteinander vermischt. Im ersten Moment war der Schreck groß. Unsere Philosophie ist es, jede Lage und jeden Wein zunächst separat auszubauen und erst später – wenn überhaupt – zu vermählen. Entsprechend groß war die Aufregung. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass die Qualität des Weins darunter keineswegs gelitten hatte. Im Gegenteil: Das Ergebnis überzeugte auch nach der Gärung. Heute? Kann ich diese Geschichte mit einem Schmunzeln erzählen. Sie erinnert daran, dass sich im Weinbau nicht alles planen lässt – und dass aus einem vermeintlichen Fehler manchmal doch etwas unerwartet Gutes entstehen kann.“
UnFassbar fokussiert. Unter der Leitung von Silvia und Albert Gesellmann entstehen auf 50 Hektar erstklassiger Lagen – teils von bis zu 90 Jahre alten Rebstöcken – Charakterkopf-Weine für Entdecker.

Was macht für dich die Faszination von Rotwein aus?
„Die größte Faszination am Rotwein ist für mich, dass kein Jahr dem anderen gleicht. Jede Vegetationsperiode verläuft anders – Wetter, Reife und Trauben entwickeln sich jedes Mal neu. Deshalb erzählt jeder Jahrgang seine eigene Geschichte. Während der Lese verlassen wir uns nicht nur auf analytische Werte wie Zucker oder Säure. Wir verkosten die Trauben und später die gärenden Weine täglich. So entsteht ein Gespür dafür, welchen Weg ein Wein nimmt.
Besonders faszinieren mich alte Rebanlagen. Sie bringen oft tiefgründigere, harmonischere und ausgewogenere Weine hervor. Es gibt Momente im Keller, in denen man schon während der Gärung spürt, dass ein Wein seine Balance gefunden hat – das sind für mich die schönsten Augenblicke.
Gleichzeitig bleibt jeder Jahrgang mit einer gewissen Spannung verbunden. Das Wetter kann sich jederzeit ändern und verlangt immer wieder neue Entscheidungen. Es gibt kein Rezept, das man einfach Jahr für Jahr wiederholt. Genau diese Mischung aus Erfahrung, Handwerk und Unberechenbarkeit macht den Weinbau für mich so faszinierend.“
Handwerk statt Rezept – und nur eine Chance pro Jahr
„Wein entsteht für mich aus dem Zusammenspiel von Natur und Handwerk. Die Natur liefert die Voraussetzungen – Boden, Klima und Trauben. Wein entsteht daraus jedoch nicht von selbst. Erst durch die Arbeit des Winzers wird aus den Trauben ein Wein. Unsere Aufgabe ist es, den natürlichen Prozess zu begleiten und den Charakter eines Jahrgangs herauszuarbeiten, ohne ihn zu verfälschen. Genau darin liegt das Handwerk. Das Besondere an diesem Beruf ist, dass man nur einmal im Jahr die Chance hat, einen neuen Jahrgang zu gestalten. Fehler lassen sich nicht einfach korrigieren oder im nächsten Durchgang ausgleichen. Jeder Jahrgang ist ein Unikat – und genau das macht diesen Beruf für mich so besonders.“

Mit Liebe angebaut und aufgezogen: Ist es schwer, einen Wein dann loszulassen?
“Wenn ein Wein das Weingut verlässt, wünsche ich mir schon, dass er in gute Hände kommt. Natürlich ist Wein auch ein Wirtschaftsgut und muss verkauft werden. Aber hinter jeder Flasche steckt viel Zeit, Handarbeit und Leidenschaft. Deshalb freut es mich, wenn sie bei Menschen landet, die diese Arbeit auch zu schätzen wissen. Bei manchen Weinen ist mir das besonders wichtig. Es gibt limitierte Projekte, wie unsere Stockkultur, von der nur rund 1.000 Flaschen entstehen. Die Reben werden in einer alten Erziehungsform bewirtschaftet, viele Arbeiten müssen ausschließlich von Hand erledigt werden, weil keine Maschinen durch die Weinberge kommen. In solchen Weinen steckt unglaublich viel Herzblut.
Deshalb gebe ich diese Flaschen nicht beliebig ab. Ich öffne sie lieber gemeinsam mit Menschen, die sich wirklich dafür interessieren und den Wein bewusst erleben möchten. Es geht dabei nicht darum, möglichst hohe Preise zu erzielen, sondern darum, dass die Leidenschaft, die in diesen Weinen steckt, auch wahrgenommen wird.”
Jeder Wein soll seinen eigenen Charakter haben
“Über gute Bewertungen freue ich mich natürlich. Gleichzeitig gehört zum Wein dazu, dass jeder ihn anders wahrnimmt. Unterschiedliche Meinungen sind völlig in Ordnung. Und es ist absolut gewollt, dass die Weine nicht gleich schmecken. Ich versuche, jeder Rebsorte und jeder Lage ihren eigenen Charakter zu geben. Unsere Weine sollen nicht austauschbar sein, sondern ihre Herkunft zeigen. Natürlich nehme ich konkrete Kritik ernst. Wenn jemand den Holzeinsatz anders sieht oder einen nachvollziehbaren Verbesserungsvorschlag hat, höre ich genau hin. Aber ich möchte keine Weine machen, die jedem gefallen müssen. Lieber haben sie Persönlichkeit.“
Terrassen-Tasting-Tango. Immer der Nase und Neugier nach.

Wein lässt sich nicht objektiv beschreiben!
“Das Spannende am Wein ist, dass jeder Mensch etwas anderes darin entdeckt. Es gibt Verkoster, die einen Wein genau so beschreiben, wie ich ihn selbst empfinde. Da merkt man, dass jemand den Charakter wirklich verstanden hat. Andere schmecken etwas völlig anderes – und auch das gehört dazu. Manchmal vergleichen Menschen unsere Weine mit Regionen wie Burgund, der Rhône oder sogar Portwein. Solche Vergleiche finde ich spannend, weil sie zeigen, welche Eindrücke ein Wein auslösen kann. Trotzdem möchte ich keinen Stil kopieren. Unser Ziel ist es, Weine zu machen, die ihre eigene Identität haben – mit Würze, Frische und Lebendigkeit.”
Die schönste Bestätigung?
“Die größte Freude bereiten mir Rückmeldungen von Menschen, die unsere Weine viele Jahre nach dem Kauf öffnen. Wenn jemand schreibt, dass eine zehn oder zwanzig Jahre alte Flasche noch voller Leben ist und bei einem besonderen Anlass begeistert hat, ist das für mich die schönste Anerkennung. Genau dafür machen wir Wein. Unser Anspruch ist nicht, Weine für den schnellen Genuss zu produzieren. Sie sollen sich entwickeln dürfen und auch nach vielen Jahren noch Freude bereiten.”
Gibt es ein Erlebnis mit eigenen Weinen, das besonders im Gedächtnis geblieben ist?
“Oh, ja. Zu Weihnachten saß die ganze Familie zusammen. Normalerweise trinken wir an solchen Abenden Weine aus aller Welt. Diesmal habe ich jedoch ohne ein Wort zu verraten und heimlich eine Flasche unseres Jahrgangs 1999 eingeschenkt. Niemand wusste, was im Glas war. Plötzlich wurde es still.
Gerade weil bei uns sonst viel geredet und gelacht wird, war dieser Moment etwas Besonderes. Jeder roch am Glas, nahm einen Schluck und beschäftigte sich einfach mit dem Wein. Erst nach einer Weile sagte jemand: So einen Wein haben wir schon lange nicht mehr getrunken. Ohne Erklärung, ohne Etikett und ohne Erwartungen hatte der Wein ganz allein gesprochen. Das war für mich einer der schönsten Momente überhaupt.
Deshalb glaube ich, dass Wein in erster Linie Emotion ist. Natürlich kann man über Aromen, Ausbau und Herkunft sprechen. Aber das sollte nie wichtiger werden als der Moment selbst. Ein guter Wein begleitet ein Essen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Er bringt Menschen zusammen und macht gemeinsame Stunden besonders. Man muss ihn nicht bis ins kleinste Detail analysieren. Wenn ein Wein berührt und Erinnerungen schafft, dann hat er seinen Zweck erfüllt.”
Der beste Zeitpunkt für einen guten Wein? Jetzt!
“Oft werde ich gefragt, wie lange man einen Wein lagern sollte. Natürlich profitieren viele Weine von der Reife. Sie werden komplexer, harmonischer und entwickeln neue Facetten. Trotzdem glaube ich nicht an den einen perfekten Zeitpunkt. Ich kenne das selbst: Man hebt eine besondere Flasche jahrelang auf und wartet auf den perfekten Anlass. Irgendwann merkt man, dass dieser Moment vielleicht nie kommt. Heute denke ich deshalb anders. Nicht der Anlass macht den Wein besonders. Oft macht der Wein den Anlass besonders. Mein Vater hatte darauf immer eine schöne Antwort: „Am besten austrinken – und dann wieder nachholen.” Darum sollte man einen Wein nicht aus Angst vor dem falschen Zeitpunkt im Keller vergessen. Die schönsten Erinnerungen entstehen erst, wenn man ihn öffnet und mit anderen Menschen teilt.”

Weingut Gesellmann Weine im Tasting

Weingut Gesellmann Blaufränkisch vom Lehm

Der Start in die Rotwein-Safari vom Weingut Gesellmann: der Blaufränkisch vom Lehm.
Ich probier mich durch 5 Reben-Soundtracks, den Anfang macht der „Blaufränkisch vom Lehm“ (14,80€). Ich find die Sorte ja nicht nur anziehend, weil sie mich immer an meine Heimat Franken erinnert, sondern weil hier von juicy bis couture alles möglich ist.
Wie sich der Blaufränkisch vom Lehm in der Nase anfühlt? Als ob man beim regnerischen Waldspaziergang Schoko-Kirsch-Lakritz-Torte mit Kardamom isst – kühl, aber warm einladend.
Süffisant lässig, wie schwerelose Marmelade mit feiner präziser Säure und mit dem Trinkfluss eines plätschernden Baches.

Und dann zieht sich das Ding ein Strickpolo an und gleitet geschmeidig, fast süffisant lässig, über die Zunge, wie schwerelose Marmelade mit feiner präziser Säure. Der Wein kuschelt sich so frech charmant unter die Zunge wie ein Hund aufs Sofa; Cassis, Brombeere und Nougat machen sich’s gemütlich, mit dem Trinkfluss eines plätschernden Baches. Mit mehr Luft wird’s noch saftiger. Oder einfach kurz: ein
Lehmotional lässiger Rotwein zum relaxten Schwelgen.

Weingut Gesellmann Blaufränkisch Creitzer Reserve

Im lokalen Dialekt nennt man Menschen aus Deutschkreutz die „Creitzer“. Aus den schönsten Weinlagen rund um Deutschkreutz wurden die Trauben für diesen Wein selektioniert.
Das zweite Wein-Date von Reben-DJ setzt das begeisterte Bauchgefühl fort. Auch hier die Handschrift wieder: Deep Talk mit Gelassenheit. Der Blaufränkisch Creitzer Reserve Mittelburgenland DAC (20,90€) mixt Tiefgang mit Nonchalance.
Ein mediterran-würziges Abenteuer im Vibe von Oliven-Schwarztee, saftigen Kirschen, Gewürzparty und Geradlinigkeit.

Der Duft: Pefferschinken-eingelegte Kirsche-Vanille-Party auf Ledersofas. Im Mund: Pfefferbeisser mit Kirschwasser cruisen über eine saftige Autobahn, nehmen geröstete Tomaten mit. Es folgt: ein mediterran-würziges Abenteuer im Vibe von Oliven-Schwarztee, saftigen Kirschen, Gewürzparty und Geradlinigkeit mit Wellness-Charakter und Vibes von kühlem Glühwein.
Hab mich gefühlt wie ein Kind im Spielwarenladen, in jedem Schluck-Gang was Neues entdeckt. Dabei: mehr schwerelos als schwermütig. Auf jeden Fall ein Stoff für neugierige Entdecker.

Weingut Gesellmann OP Eximium (Blaufränkisch /St.Laurent / Zweigelt)

Ein Musterbeispiel für einen galanten Abenteuerwein: Opus Eximium No 35.
Weiter geht die Burgenland-Rotwein-Journey. Im Chart-Dauerbrenner Opus Eximium No 35 (26,30€) geben die autochthonen Rebsorten Blaufränkisch, St. Laurent und Zweigelt den Beat vor.
Auch der Wein agiert wie die anderen probierten nach dem Motto „Ich weiß was ich kann, aber muss es nicht laut rausposaunen – ich lass die Leute für sich entdecken.“
Was für Einsteiger oder eher alte Hasen? Mein Tipp: mit dem Blauburgunder vom Lehm beginnen, einlassen, und dann haben neugierige Horizont-Erweiterer ihren Spaß. Waren es in den Anfangsjahren noch Cabernet Sauvignon und Pinot Noir fixer Bestandteil der Cuvée, sind seit dem Jahrgang 2000 nur noch die autochthonen Rebsorten Blaufränkisch, St. Laurent und Zweigelt vertreten.
Weder kleinkariert noch nur einer Linie folgend: der Opus Eximium No 35 mixt Tiefgang mit Geschmeidigkeit.

Dresscode: Eleganz, gewürzt mit humorvollem Charakter. In der Nase wie BBQ Rub mit Kaffee & Pfeffer, geräucherte Landjäger mit Kirschwasser, Holz und Kräuter. Und auf der Zunge gleitet diese würzige Vernissage dann geschmeidig saftig durch Ausstellungsräume mit dunklen Früchten, schwarzem Tee, mediterranen Kräutern und Pfeffer-Poesie.
Ein Wein zum Hinsetzen, Schluck für Schluck entdecken, um sich dann mit einem süffisanten Grinsen zurückzulehnen.

Weingut Gesellmann „hochberc“

Der Weingut Gesellmann „Hochberc“ ist ein Blaufränkisch-Burgenland-Blockbuster mit Beeren-Power, bravouröser Würze und einer Brise Blutorange.
„Dickes B, oben an der …“ – ausnahmsweise nicht Spree – sondern ein Burgenland-Blockbuster, mit Beeren-Power, bravouröser Würze und Brise Blutorange. Aber starten wir bei A wie Abenteuer: dieser Blaufränkisch ist mit 47,60€ im „Bitte Bewusst genießen“-Regal situiert und hat mich auf eine Entdecker-Reise mitgenommen, bei der ich öfter noch mal gern einen Schluck zurückgespult hätte, um einen Schritt nochmal zu erleben.
In der Nase geht’s zu wie bei Trash-TV-Zicken: direkt zur Sache. Nur das hier ein leiser, classy Sountrack von Eukalyptus, mediterranen Kräutern oder Pfefferkrustenschinken flirtet. Tiefe Würze trifft faszinierende neblige Kühle.
Ein Rotwein, der sich selbst Anlässe schafft, und einen mit dieser eleganten Unaufgeregtheit wie in einen Sog reinzieht.

Auf der Zunge? Bisschen wie der Hogwarts Exprese, geschmeidig elegant verzaubernd, leicht herb, ein Wagon kuschlig gefüllt mit Kirsche, Waldbeeren, Cassie, Olive, Parmaschinken, und so eine flirty Liaison aus Blutorange und Milchschokolade. Selbstredend, dass das Ding formidablen Trinkzug hat.
Hab sogar unfreiwillig den Versuch gemacht, einen Rest Wein 4 Tage offen stehen zu lassen – war überragend.
Klar: Für den Preis bekommt man aktuell grade so 5 Döner in der Großstadt – aber das ist ein Rotwein-Ticket das Slow genossen wird – und doch Fast leer geht.

Weingut Gesellmann Cuvée „G“
Die Rebsorte Blaufränkisch prägt auch das Flaggschiff des Hauses, die Cuvée G: Die Cuvée aus Blaufränkisch (95 Prozent) und Sankt Laurent steht für diese besonderen Wein-Indiana-Jones-Momente. Der Winzer hat dem Wein alle Zeit gelassen, zu reifen – und die gleiche Zeit und Ruhe sollte man auch beim Entdecken walten lassen.
Der Ausbau des Weins erfolgte über 40 Monate in Tonneaux und Barriquefässern aus französischer und österreichischer Eiche. Nach der Zusammenführung ging’s nochmal zum kurzen Wellnessurlaub ür weitere vier Monate im großen Holz, bevor er in die Flaschen gefüllt wurde. Nur die besten Jahrgänge werden zur Cuvée G (ca. 90€) vinifiziert, die Trauben stammen von den ältesten, bis zu 90 Jahre alten, Rebstöcken aus den besten Lagen rund um Deutschkreutz. Mit dem Jahrgang 2021 feierte die Cuvée G ihr 20. Jubiläum.

Dresscode? Abenteuer. Die Gesellmann Cuvée „G“ fühlt sich an wie die (ersten 3) Indiana Jones-Filme: eine Abenteuerreise durch verschiedene Schauplätze, mitreißend, manchmal mystisch, elegant, kraftvoll, aber irgendwie auch mit dieser Prise Humor.
Man könnte jetzt versuchen, mit Pinzette oder Lupe alle Aromen einzeln ins Briefmarkenalbum zu kleben. Aber solche Weine sind zu sehr emotionales Handwerk, als dass man das mit Excellisten trocken legt.
„G“ ist ein autochthoner Tribut an die Tradition. Geerntet von den ältesten Rebstöcken mit kleinbeerigen Blaufränkisch- und St. Laurent-Trauben. 40 Monate lang in neuen Barriques ausgebaut.

Weine aus dem Preisregal sind bei mir super seltene Privilegien, da geht man schon mit Ehrfurcht ran. Und grade deshalb kribbelt die Neugier wie ein Ameisenhaufen, denn dieser Rotwein ist dann wie die (ersten 3) Indi-Filme: eine Abenteuerreise durch verschiedene Schauplätze, mitreißend, manchmal mystisch, elegant, kraftvoll, aber irgendwie auch mit dieser Prise humorvoller Lockerheit zwischendrin.
Anders formuliert: Beim Weingut Gesellmann Cuvée „G“ macht man den Schatzsucher-Schnupperkurs gleich gratis zu Beginn. Bei jedem Hineinriechen entdeckt man neue Nuancen.
Kirschen, Waldbeeren, Brombeeren und Blaubeeren reiten mit Schokolade und minzigem Nebel in den Sonnenuntergang, Schwarztee, Orange und eine Gewürzparty, aus der man sich fast eine Bratensauce zaubern möchte, schlüpfen mit unter den Hut. Ruhepausen auf der Geschmacksreise? Selten. Von dicht und saftig zu galanter Säure, von Gelassenheit bis Temperament ist alles dabei. Und irgendwie sinkt man immer tiefer in seinen Stuhl, jeder Schluck wie eine eigenes kleines Mini-Abenteuer.

Weingut Gesellmann Fazit
Albert Gesellmann trägt sein Herz auf der Zunge. Und genauso persönlichkeitsgetragen flanieren die Weine durchs Glas. Perfekte Weine? Schön und gut. Ihm geht es darum, ehrliche Weine zu machen. Weine, die die Story ihres Jahrgangs erzählen, mit Höhen, aber eben auch Tiefen.

Ein Herz für Charakterkopf-Weine.
Denn: Charakter-Style ist wichtiger als ein Einheitslook. Alles gewürzt mit dieser feinen Prise Gelassenheit. Und so haben alle probierten Rotweine geschmeckt – eine erkennbare Handschrift wie ein roter Faden – nur jeder durfte seine eigene Personality entwickeln. Einsteiger bekommen mit dem Blaufränkisch vom Lehm ein zugängliches Ticket in diese Weinwelt, zum mehr als fairen Preis. Und wer neugierig ist auf facettenreiche Blaufränkisch-Abenteuer, findet im Angebots-Reisebüro des Weinguts verschiedene spannende Ziele – bis hin zum Sofa-Blockbuster Cuvée “G”. Alles, ohne sich Sorgen machen zu müssen, die Idee hinter den Weinen nicht zu verstehen. Wer neugierig auf Reisen gehen möchte, kann sich hier austoben, wie auf dem Abenteuerspielplatz.
Alle Weine sind über den Onlineshop erhältlich.
*mit weinfreudiger Unterstützung von Wine + Partners und Weingut Gesellmann