Frühdraufsteher

spitzingsee schliersee gentlemens journey

An einem Wochenende um fünf Uhr früh aufzustehen, um zu arbeiten? Konnte mir nicht vorstellen, dass das cool werden kann. Kann’s aber. Wenn man mal über seinen Schatten springt.

“Das hast du echt gemacht? Hätt ich dir jetzt nicht zugetraut wenn man dich kennt.”

Rückblick. München, Samstag, 5 Uhr. Ich bin hellwach. Nicht noch, sondern: wieder. Um die Zeit, in der man vor Corona gerne mal aus dem Club oder vom Wein-Tasting kam, steh ich jetzt auf um zu Arbeiten. In den Bergen. To be fair: Ich hab einen riesen Respekt vor allen, die das Hauptberuflich machen und mit für viele Menschen uncoolen Arbeitszeiten dealen oder dealen müssen. Natürlich steht in meinem Job auch mal eine Story-Umsetzung an, die Uhrzeit war nur meistens freundlicher – aber der Fotograf richtet sich eben nach dem besten Licht.  Dass ich vorhatte, dort oben maximal die Blicke wandern zu lassen, kann man dem Outfit ablesen. Immerhin mal eine gute Gelegenheit, den schön dezenten Windbreaker auszuführen. Dass es an der Location echt schön sein sollte, hatten mir meine Eltern schon verraten. Und, musste ich sehr schnell zugeben, sie hatten Recht. Der Spitzingsee im morgendlichen Licht – bei uns im Team würde man hier schon den Begriff pittoresk benutzen.

spitzingsee gentlemens journey
© Gentlemens Journey
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© Gentlemens Journey

Wenn’s dann mal losgeht, vergisst man auch die Uhrzeit. Und improvisiert. Ich mach spontan ein Praktikum als Parkplatz-Einweiser, damit niemand ins Bild fährt. Gar nicht so einfach. Auch, weil man unfreiwillig abgelenkt wird vom Parkplatzchef. Einem grantelnden Ur-Bayer, der mit einem erhobenen Level an Echauffiertheit die ankommenden Autos einweist, und wehe, da sind wirklich 1,5 Meter Abstand zwischen den Fahrzeugen, dann wird nochmal enger nachgeparkt. Selbst der Rollsplitt des Platzes hat sich zu fügen und sauber dazuliegen. Aber zurück zur Natur: Die Sonne hat ihr bestes gegeben, um mich zu überzeugen, dass der Tag doch richtig nice wird.


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Ich. See. Rot. Oben laut, unten leise – ich mag Outfits schon gerne ausbalanciert.


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Rot auf rot? Der Windbreaker von Porsche Design Sport ist eine meiner Lieblingsjacken. Nicht ganz dezent in der Farbe, aber funktionell fancy.


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Fast wie gemalt. Mit der Sonne hatte ich auf alle Fälle Glück.


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Ganz nice im Rot-Grün-Licht-Millieu.


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Ganz nette Raussicht. Am Schliersee hinten liegt übrigens eine ziemlich starke Whisky-Destillerie. Nur so am Rande. Höhenrausch und so.


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Ärmel hoch und los. Das hochkraxeln hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und das Karohemd macht sich ganz gut im grün


Mit nur Blicke wandern lassen wurde es dann doch nichts, und schon war ich mittendrin im Aufstieg. Zuzugeben, dass etwas Anfangs kritisiertes doch echt schön ist, fällt nicht immer leicht, aber über den Schatten bin ich dann gesprungen. Der Ausblick war umwerfend, nur die Kondition hat angerufen und deutlich gemacht, dass man doch mal wieder mehr mit ihr arbeiten müsste. Und ich hab meine Eltern mal wieder überraschen können – aktuell halt erst mal nur aus der Ferne. Aber das holen wir noch nach.


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