Hotel-Tipp: The Hide Hotel, Flims

Skandinavisch-orientalisches Design in den Alpen, bestes Essen, geiler Wein und Wohlfühlung wie im Wohnzimmer: Darum ist das Hide Hotel eine Reise wert!

Das Wichtigste gleich vorweg: Ich hab mich lange nicht mehr in der Fremde so schnell so wohlgefühlt wie beim Aufenthalt im The Hide in Flims in der Schweiz. Zwar hab ich natürlich jedes Bild das ich online gefunden hab, zwölfmal durchgestalkt, aber wenn ihr zum ersten Mal die Lobby betretet, werdet ihrs verstehen: Das ist noch mal ein ganz anderes Level. Ganz ohne Photoshop. Und in dem Moment, als ich mein Zimmer betreten habe, war ich echt sprachlos. Müsste ich das Spiel spielen „Was wärst du, wenn du ein Hotelzimmer wärst?“ – ich wäre ziemlich sicher das Hide. Draußen zurückhaltend, fast schon kühl, schwer einzuschätzen, dazwischen ein kleiner Farbklecks. Und drinnen – ach, kommt mit und seht selbst. Hier entlang!

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© Gentlemens Journey

17 Uhr: Ankunft und einchecken


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© The Hide Hotel

Der Aufenthalt startet in der Lobby. Oder besser: dem kuschligen Design-Wohnzimmer. Und ihr bekommt in Sekunden einen Eindruck, was euch im Hotel erwartet. Bunt, cozy, detailverliebt, cool. Die Rezeption besteht aus zwei eleganten Holztresen. Am einen wird eingecheckt, am anderen ausgeschenkt – denn die rechte Hälfte ist sozusagen die Bar. In dem großen Bücherregal steht eine Vielzahl ausgewählter Gins. Man bekommt aber natürlich auch einen Wein. Oder Bier.

Welche Aussicht darf es sein?

47 Zimmer und Suiten hat das The Hide Hotel im Angebot. Ihr müsst euch nur entscheiden, mit welchem Blick ihr ins Bett gehen und aufwachen möchtet: Talsicht mit Blick auf die Rheinschlucht Ruinaulata? Oder lieber Bergsicht? Spoiler: Beide geil, Gebirge ist immer mit dabei.

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© The Hide Hotel

Auf den ersten Blick ist in den Zimmern im Penthouse-Style erstmal Chaos. Aber dann ergeben die Samt-Tapeten, die Decken aus unverputztem Beton, der Teppichboden mit Grafik, die Bambuselemente, der Marmor, die Muster, die purpurnen Sessel, die grüne Bettdecke, das matt lackierte WC und die schönen Lichtelemente ein unfassbar charmantes Ganzes. Über ein Tablet könnt ihr Musik hören und habt alle relevanten Infos zum Hotel direkt im Blick. Liebe zum Detail, in die man sich verliebt. Noch ein Argument zum Einchecken? Im Zimmer findet ihr die flauschigste Flauschedecke, die ich je in den Händen hatte. Ich hab im Zimmer mit Talsicht übernachtet, und der Balkon mit den bequemen Flechtstühlen war schon nach Minuten mein Lieblingsplatz.

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© Gentlemens Journey

19.30 Uhr: Abendessen


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© The Hide Hotel

Hunger? Hunger! So einladend wie das Design des „The Deli“ ist auch die Speisekarte. Die ist ein Mix aus abendländischer Küche (Mit Gerichten aus dem Libanon, Israel und dem arabischen Raum) gewürzt mit Geschmäckern aus der Schweiz und regionalen Spezialitäten. Also etwa verschiedene Mezze, brutal geil scharf marinierte Oliven, fluffiges Brot oder Salate. Meine Highlights kommen aber aus dem Ofen. Die Pinsa, eine römische Pizza aus Hefe-Sauerteig mit Belägen wie Burrata oder Salciccia sowie die marokkanische Tajine mit Schweizer Hähnchen waren das beste, das ich seit langem gegessen habe. Appetit? Kein Problem – hier könnt ihr direkt mal einen Blick auf die Speisekarte werfen.

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© Gentlemens Journey

The Hide Hotel oder: Wine & Dine im Wohnzimmer

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© The Hide Hotel

Mein Lieblingsort neben dem schicken Bar-Bereich: der verglaste kleine Weinschrank unter der Treppe. Gastgeber Daniel Mani, den ich bei dem Aufenthalt kennenlernen durfte, sammelt dort mit seinem Team nur coole Weine mit noch cooleren Etiketten aus der Schweiz, Spanien, Italien oder sogar dem Libanon. Mein Blick fiel direkt auf diese charming Bottle hier – die werde ich dann in einer neuer Weinkaufsliste demnächst mal vorstellen.

macho man wine hide hotel flims
© Gentlemens Journey

9.30 Uhr: Frühstück


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© Gentlemens Journey

Das Frühstücksbuffet erwartet euch im Restaurant im ersten Stock. Und ist kompakt, aber klasse. Der Fokus liegt auf Qualität, nicht auf Masse. Backwaren, alle Zutaten um ein All-inclusive-Müsli zu zaubern, es gibt sogar Donuts. An der offenen Küche könnt ihr euch ein Omelette oder Rührei nach Wunsch zubereiten lassen, und in schönen Tontöpfen findet ihr Speck und Gemüse-Varianten. Richtig cute. Wer da hungrig rausläuft, macht was falsch.


11.30 Uhr: Wanderung an den Caumasee


caumasee_flimslaax.com
© Flimslaax.com

Der Tipp für diese Location kam von Daniels Frau Manuela – und please, wie cool isses? Am Caumasee könnte man auch einen neuen Krombacher-Werbespot drehen. Perle der Natur und so. Auf jeden Fall ist der türkisblaue See einen Besuch wert. Bisschen wandern, oder biken. Es gibt sogar ein Strandbad. Zu Fuß sind es vom The Hide Hotel etwa 50 Minuten, mit dem Auto drei, und mit dem Bike irgendwas dazwischen. Easy!


16.00 Uhr: Welcome @ Spa


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© The Hide Hotel

Der Caumasee war Verwöhnung für die Augen, jetzt kommt der Rest vom Körper und Kopf dran. Also mal alles, was dadrin gerade nerven will lässig an der Garderobe abgeben und rein ins ganz frisch eröffnete Spa des The Hide Hotels. Einen Pool gibt’s noch nicht, aber ein durchdesigntes Dampfbad und eine Sauna mit Blick auf die Berge. Und weil man Dinge zu zweit immer noch schöner erlebt, kann man im „Private Spa“ ungestört gemeinsam dem Stress Goodbye sagen.


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© Gentlemens Journey

19.30: Abendessen


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© The Hide Hotel

Und wieder heißt es sich im Restaurant entscheiden. Da ist die Rosenvergabe beim Bachelor ein Kindergeburtstag. Einfach zu viele Leckerein auf der Karte. Und im Gegensatz zu den Trash-Kandiaten halten die Appetithappen auch Wort und liefern ab. Alle Rosen an die Küche! Ich hab mich beim zweiten Abend für den Burger entschieden. Schade, dass man den Geschmack hier nicht verlinken kann. Kleiner Tipp: Kuckt euch einfach mal die Reifeschränke für das Dry Aged Rinderfleisch an. Einfach richtige Gönnung.

22.00 Uhr: Absacker-Gin an der Lobbybar


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© Gentlemens Journey

Love is in the air – und jede Menge geiler Stoff im Glas. An der Bar in der Lobby könnt ihr aus einer großen Auswahl Gins euren Favoriten picken oder einfach was vom Bar-Boss empfehlen lassen. Und dann ab damit vor die Kamin-Lounge und auf den Tag anstoßen. Probiert mal, dabei alle Details und coolen Design-Ideen in dem kleinen Wohnzimmer aufzuschnappen. Spoiler: Wird schwer!

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© Gentlemens Journey

10.00 Uhr: Frühstück


Einmal noch verkosten, was man vielleicht noch nicht probiert hat. Oder doch wieder das Lieblingsmüsli? Zumindest einen Donut für die Rückfahrt mitnehmen! Und einmal kurz die Design-WCs anschauen. Stark.


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© Gentlemens Journey

12.00 Uhr: Auschecken


Trauriger als die Wasser-Szene in Titanic, aber leider nicht zu verhindern: Man muss auschecken und zurück nach Hause. Fällt schwer, wenn man sich schon in der ersten Nacht wie daheim gefühlt hat. Aber man darf ja jederzeit wiederkommen.


Mein Tipp vor der Abfahrt


Packt das Gepäck ins Auto und nehmt noch einen besonderen Lunch im The Deli. In den Sommer-Monaten unbedingt draußen auf der Terrasse. Das Rösti war so gut, man sollte damit dringend in München ein Pop-up-Restaurant aufmachen. So eins dieser Gerichte, bei denen man sich insgeheim wünscht, dass es sich nach dem Löffeln wieder auffüllt. Weltklasse.

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© Gentlemens Journey

Im „The Hide Hotel“ nimmt der Gastgeber seinen Job persönlich. Im wahrsten Sinne des Wortes.


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© The Hide Hotel

Was ihr wissen müsst

  • Hauptsaison im Hotel ist klar der Winter. Es liegt direkt an der Skistation – Ski-Fans können quasi direkt bis vors Hotel fahren.
  • In den Sommer-Monaten könnt ihr euch daher zu günstigeren Zimmerpreisen ein tolles Erlebnis gönnen.
  • Das „The Hide Hotel“ liegt im Stenna-Einkaufszentrum. In der Tiefgarage ist ein eigener Bereich reserviert, der Fahrstuhl führt direkt in die Lobby.
  • Und: Das „The Hide Hotel“ wurde in den Verband der Designhotels aufgenommen. Noch eine Garantie für einen rundum-Wohlfühl-Aufenthalt in schönem Ambiente.

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© The Hide Hotel

Was ich am Hide liebe

  • Die Liebe zum Detail. Das Muster der Wandgrafik über dem Bett findet sich an den Biergläsern wieder. Das Bambusregal hat die gleichen Elemente wie das Bettgestell. Die Vorhänge haben die gleiche Farbe wie die Tagesdecke.
  • Die Nachtlampen sind im Bett integriert und leuchten, wenn man sie ausklappt.
  • Der Balkon mit super bequemen Lounge-Stühlen und Bergblick.
  • Die bequemsten Chill-Sessel (die zwei roten) ever in der Lobby.
  • Von der Dusche kann man bis auf die Berge schauen.
  • Alles ist sehr geräumig.
  • Das ultrakomfortable Bett. Hätte ich gern mitgenommen.
  • Die Flauschig-deluxe-Kuscheldecke.
  • Das Design des Restaurants mit unterschiedlichen Sitzecken und Bereichen. Man kann sich stundenlang umblicken und entdeckt immer noch neue Details.
  • Die Portionen der Gerichte. Für die Schweiz sehr faire Preise und absolut faire Menge.
  • Die marinierten Oliven.
  • Dass die Gastgeber persönlich vor Ort sind und man das Gefühl hat, eher bei Freunden im Design-Gästezimmer zu übernachten. Nahbar, unaufgeregt, relaxt. Daniel hat mir sogar geduldig alle Fragen zum Hotel und den Weinen beantwortet, mir die Tür zum Weinschrank geöffnet und geholfen, für eine neue Weinkaufsliste einige der Flaschen dort zu fotografieren.

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© Gentlemens Journey

Reiseunterlagen

Ihr habt’s wahrscheinlich gemerkt: Der Aufenthalt im Hotel war ein super Erlebnis. Bock, euch selbst ein Bild zu machen? Eine Übernachtung im Doppelzimmer gibt es im „The Hide Hotel“ in Flims schon ab 123 Euro. Inklusive Frühstück. Alle Infos findet ihr hier unter www.thehidehotelflims.ch

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#DuftJourney

Was sind eigentlich meine Lieblingsdüfte? Und warum? Wen ich gut riechen kann, und warum, stell ich hier in der #DuftJourney regelmäßig vor.

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