Was ist eigentlich privilegiert?

Reichtum, Macht, auf Parties gratis trinken, an Schlangen vorbeigehen oder für’s Reisen noch bezahlt werden? Ich finde: ein echtes Privileg sind Eltern, die einen bei allem supporten.


Was sind eigentlich Privilegien? Auf alle Fälle eines der Sorte Wörter, die schon nach toll, Vorteil, erstrebenswert oder Glamour Life klingt. Was genau jetzt erstrebenswert oder highlifig ist, wird jeder natürlich unterschiedlich beurteilen. Ich persönlich finde halt es gibt wichtigere Dinge als dem Streben, so viel wie möglich gratis zu kriegen.


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Wen jucken die Stufen des Erfolgs. Unterstützung von der Family ist der geilste Wegweiser.


Stream des Anstoßes

Oft bringen einen ja Filme oder Gespräche auf Themen, die dann nachdenklich machen, und man sich fragt: Wie war das eigentlich bei mir? “Uncorked”, den ich euch hier vorgestellt hab, war so ein Film. So ein Stream des Anstoßes

Elijah träumt davon, Sommelier zu werden. Als Beruf zu beraten, welchen Wein man trinkt? Das kommt für seinen Dad gar nicht in Frage. Der Sohn soll sein Restaurant übernehmen. Weil er damals auch von seinem Vater übernommen hat. Die Mutter sitzt zwischen den Stühlen. Natürlich sind wir mittlerweile weit weg von diesem Mittelalter-Denken, aber dass man am Ende wirklich seinen eigenen Weg gehen kann, bis man im Traumjob landet, ist eher nicht der Standardfall.


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Im Schatten von jemand anderem stehen? Dann nehm ich lieber eine andere Treppe.


Sofort nach dem Abitur (oder anderem Abschluss) den für sich richtigen Job zu finden halte ich eh schon für schwer. Das hat bei mir auch einige Umwege benötigt, bis ich da gelandet bin, wo ich jetzt bin. Bis man plötzlich checkt: Buchstaben, Schreiben, Lifestyle, das ist dein Ding. Und freue mich jetzt, wenn man merkt, dass es das richtige geworden ist. Wenn meine Eltern, Freunde oder auch bis dato unbekannte Menschen einen meiner Texte loben oder ein Bild, das ich gemacht habe.


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Beruf, Style, Interessen: Jeder sollte die Freiheit haben, das für sich selbst zu finden.


Rückhalt ohne Vorgaben

Ich hatte dabei das große Glück, auf der Suche nach dem eigenen Weg nie allein zu sein. Wenn meine Eltern physisch nicht da waren, dann waren sie es mental. Ich wusste immer, dass jemand da ist, wenn’s mal kritisch läuft. Es gab nie eine Vorgabe, was ich später mal machen soll. Kein Zwang, etwas zu studieren, nur damit ich studiere. Nur die Einstellung, wenn man eine Sache angeht, die dann auch vernünftig und richtig anzugehen.


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Logo ist vieles, aber kein Support in allen Lebenslagen. Merci, Family!


Der Rückhalt war immer da – egal, ob es gut oder schlechter ging, auch wenn man sich dafür finanziell echt strecken musste. Zugegeben: Das war mir in jüngeren Jahren nicht immer bewusst. Jetzt weiß ich, was für ein Privileg das war – weil das eben alles ist, nur nicht selbstverständlich. Und wie sehr das Dasein in ihrer DNA liegt, sehe ich ja dabei, wie meine Eltern meine Schwester mit ihren zwei Kids supporten.

Unterstützung, Vertrauen oder ein kleines überraschendes Essen & Wein-Paket helfen mir mehr als eine dicke Rolex. Und das ist mir tausend mal lieber als in irgendeiner 30-Zimmer-Villa aufzuwachsen, und meinen Interessen Goodbye zu sagen damit ich später mal eine Firma leite. Wir leben ja nicht, um die Traum-Karriere eines anderen für ihn nachzuholen.

Deshalb ist es ein Privileg für mich, an der Stelle keine Rabatt-Codes verteilen zu müssen, sondern ehrlichen und aufrichtigen Dank!

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