Travel Dreams (4): Mit dem Range Rover Cabrio ins Mountain Hideaway Das Graseck

Einfach mal raus – und rauf: Diesen Geheimtipp erreicht man nur mit einer kleinen Gondel  oder über einen Privatweg mit 35 Prozent Steigung. Oben im Das Graseck warten ein Instagram-ready Outdoor-Pool, 4-Gänge-Menü, guter Wein, und für mich on top: ein Allrad-Cabrio mit 180 PS. Kurz: ein Auf und ab.

Einige Traum-Hotels für Männer (teilweise auch Couples, klar) durfte und konnte ich schon besuchen – in dieser Rubrik möchte ich diese Spots und Geheimtipps vorstellen, verraten, warum man dort einchecken sollte, wie so ein Aufenthalt aussehen könnte, kurz: Euch Inspirationen für den nächsten (Kurz-)Urlaub oder die kommende Reiseplanung geben. Noch viel mehr Hotels stehen aber auf meiner persönlichen Bucket-List – welche und warum, auch das möchte ich hier regelmäßig aufschreiben.

So nah – und gleichzeitig doch fern: Rund eine Autostunde von München entfernt liegt  „Das Graseck“, mit dem Einchecken hoch über den Dächern von Garmisch hat die Großstadt-Hektik und auch sonst jeglicher Stress gediegen Sendepause. Das auf 900 Metern Höhe gelegene ehemalige königlich-bayerische Forsthaus, 2015 nach kompletter Renovierung neu eröffnet, verfügt über 30 Gästezimmer und Suiten.  Weniger ist eben mehr.

Hoch (und natürlich auch wieder runter) kommt man per Gondel. Die fasst ausreichend Gepäck,  größere Koffer werden im eigenen Hotel-Shuttle nach oben transportiert.

Der Weg zum Hotel ist eigentlich dem privaten Shuttle vorbehalten, wir durften die steile Auffahrt mit dem Testwagen, dem Range Rover Evoque Cabrio, dennoch wagen.

18 UHR: EINCHECKEN IN DER „SUITE“

Die rund 60 Quadratmeter große Suite ist das Highlight der 30 Hotel-Zimmer, sie erstreckt sich über eine ganze (sprich: eine eigene) Etage, besitzt einen exklusiven Balkon mit Panoramablick, und verfügt neben einem offenen Design-Bad mit großer Badewanne über ein mit 180 x 210 Zentimetern besonders großes (und überaus bequemes) Bett Dazu über eine separate Garderobe, die auch umfangreicheres Gepäck locker verstaut. Das Bad direkt gegenüber dem Bett ist gewöhnungsbedürftig, aber ich mag es, wenn sich die Designer mal was trauen.

Der Zugang zur Wohnlounge mit Sitzgruppe und eigenem Fernseher lässt sich über eine Schiebetür abgrenzen. Das moderne Interieur setzt auf alpinen Chic, ohne allerdings in Klischees zu verfallen.  Da schmeckt das Glas Wein (oder Wasser) gleich nochmal besser. Harvey Spector würde das gefallen.

19.30: DINNER

Beim Abendessen (und morgens beim Frühstück) kann man gratis das Freiluftkino am Wettersteingebirge genießen. Wenn das Wetter mitspielt. Verwendet werden auf der Karte nur frische saisonale Zutaten. Beim Hauptgang des 4-Gänge-Menüs kann man aus mehreren Vorschlägen (meist Fisch, Fleisch oder vegetarisch) wählen.

Auf den Teller kommen als Vorspeise etwa Flusskrebs-Cocktail oder bayrisches Vitello Tonato, danach eine Paprikaschaum- oder Spargelcremesuppe. Wählen konnten wir zwischen Maishähnchen auf Linsengemüse und Pommes Maciare oder Rotbarbe auf Tomaten-Olivengemüse sowie einem Bärlauch-Risotto mit Gemüse im Tempurateig. Wir hätten allen den Recall gegönnt. Die kleine, aber sehr feine Weinkarte bietet dazu ausgewählte Weine vornehmlich aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Südafrika.

10 UHR: FRÜHSTÜCK

Bis 11 Uhr ist das umfangreiche Büffet geöffnet – wer Nachspielzeit benötigt, bekommt diese aber problemlos. Die Küche nimmt auch kurz vor Schluss noch Bestellungen für Omelette, Rührei oder Weisswürste auf, die man dann in Ruhe genießen kann. Bei den Zutaten für Joghurt oder Müsli fällt die Entscheidung schwer, von Nüssen, Chiasamen, getrockneten Bananen oder Obst steht natürlich alles zur Verfügung, dazu eine große Auswahl an selbstgemachten Marmeladen (wie etwa Blaubeere-Vanille) und frische Säfte. Ausblick auf die Berge inklusive, versteht sich.

11 UHR: Hit the Road

Der steile Zugangsweg zum Hotel ist eigentlich dem Hauseigenen Shuttle vorbehalten. Und zugegeben: Im Winter möchte ich die Route nicht fahren. Bei der Abfahrt der Strecke mit über 35 Prozent Steigung(bzw. Gefälle) hilft im Range Rover Evoque Cabrio neben dem Allradantrieb die Bergabfahrhilfe (HDC). Sie unterstützt auf schwierigen Gefällestrecken durch separates Abbremsen einzelner Räder und Einhalten einer konstanten Geschwindigkeit. Steil ist hier wirklich steil.

Mit dem 180 PS starken Kompakt-SUV-Cabriolet geht es Richtung Fernpass Reutte – dank des Wetters sogar offen. Das schallgedämpfte Stoffverdeck öffnet innerhalb von 18 Sekunden, bei Geschwindigkeiten bis 48 Stundenkilometern auch während der Fahrt. Kann man so machen. Das Multimediasystem ist in Sekunden mit dem Smartphone gekoppelt, die Boxen bestehen jeden Soundcheck mühelos – gilt auch bei geöffnetem Verdeck. Und Fahrfreude? Die hat ebenfalls keine Anlaufschwierigkeiten, der SUV ist ein echtes Spaß-Mobil, lenkt sportlich über die Straße, wie auf Schienen durch Kurven und überholt LKW zur Not spielerisch .

13.30 UHR: FITNESS-CHECK

Sportlich und fit zu sein heißt nicht gleich gesund. Zum Arzt gehen aber viele Männer weniger motiviert als ins Fußballstadion. Der Clou im Das Graseck: Man kann Urlaub mit Leistungs- und Gesundheitscheck verbinden. Pool, Check, Pool, Dinner, sozusagen. Individuell abgestimmt, durchgeführt von Experten. Geprüft werden alle bei GAP PREVENT alle relevanten Bereiche mit Fokus auf das Herz-/Kreislaufsystem. Je nach Bedarf werden physiotherapeutische oder sportorthopädische Maßnahmen ergänzt. Ambitionierten Breitensportlern gibt der Sportler-Check beispielsweise Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit zu überprüfen und gezielt zu verbessern. Was genau beinhaltet aber solch ein buchbares Paket? Gerade 2 ½ Stunden dauert der Sportler-Check und umfasst folgende Leistungen:

  • Ausführliches ärztliches Eingangsgespräch
  • Körperliche Untersuchung
  • BMI und Bioimpedanzmessung
  • Blutuntersuchungen (Sportlerprofil)
  • Ruhe- EKG
  • Herzultraschall
  • Belastungs-EKG inklusive Lactatmessung auf dem Fahrradergometer oder Laufband mit Ermittlung des optimalen Trainingsbereichs je nach angestrebtem Ziel (Leistungsverbesserung, Gewichtsabnahme)
  • Ausführliches ärztliches Abschlussgespräch mit Zusammenfassung der Empfehlungen
  • Ausführlicher schriftlicher Bericht

Schwitzen muss man also schon etwas, ist danach aber auch beruhigter. Und darf dann im Spa richtig schwitzen.

16 UHR: RELAXEN IM SPA

Jetzt darf man wirklich abschalten. Und kein Wunder, dass das Hotel hier nicht ebenfalls die Trumpfkarte ausspielt: die Aussicht. Ob von der Sauna oder dem 32 °Grad Celsius warmen Panorama-Relax-Massagepool – das Wettersteingebirge hat man immer im Blick. Vom Dampfbad aus nicht – aber da kann man beim Relaxen auch mal eine Ausnahme machen.

20 UHR: DINNER

Auch hier können Gäste wieder zwischen Fisch, Fleisch oder vegetarischem Gericht entscheiden. Entscheiden sollte man sich auf jeden Fall für das gereichte Brot und die Butter – es sind die Details, die den Unterschied machen.

22.30 DRINK

Wunderbar entspannen lässt es sich nach dem Dinner in der Kaminlounge und an der Bar. Feuer hin oder her – die Weinkarte würde auch Harvey Spector ins Grübeln bringen. Entscheiden fällt schwer – aber glücklicherweise hilft das ausgebildete Personal bei der Wahl. Tipp: Mit einem Bründlmayr-Wein liegt man nie daneben.

10 UHR: FRÜHSTÜCK

Auch wenn es der letzte Tag ist – kein Grund zur Eile. Im Büffet findet sich immer etwas, das man noch probieren muss. Für den Notfall hat die Küche ausreichend Ideen.

11.30: RELAXEN MIT LATE CHECKOUT

Nochmal ins Dampfbad oder noch ein Instagram-Bild im Pool? Kein Problem. Nach Absprache ist ein Late-Checkout immer möglich, und Gäste können vor der finalen Gondelfahrt noch im Spa-Bereich entspannen. Die Check-Ergebnisse gibt’s ohnehin fertig ins Gepäck geliefert, warum also nicht bis zur Abfahrt entspannen?!

SOLLTE MAN WISSEN:

Die direkte Zufahrt zum Hotel mit dem eigenen privaten PKW ist untersagt. Sollten Gäste nicht schwindelfrei sein und Gondelangst (oder viel Gepäck) habe, werden sie mit dem hoteleigenen Shuttle  am Parkplatz abgeholt. Eine genaue Anfahrtsskizze findet sich auf der Hotel-Website.

  • Im Paketpreis enthalten ist eine Halbpension – bei dem üppigen Frühstück lässt sich auf Lunch aber problemlos verzichten.
  • Das Boutique-Hotel ist ist kein klassisches Wellness-Ressort, bietet aber neben seinem Gesundheits- und Präventionszentrum eine Reihe von Behandlungen – dazu gehören Massage- oder Beautyanwendung sowie ausgesuchte, gesundheitsfördernde Treatments.
  • Das Bad in der Suite ist offen in den Raum integriert (sprich: die Dusche vom Bett einsehbar).
  • Die Anfahrt zum Hotel führt ab der Skisprungarena  über einen Privatweg, ist für Gäste aber frei – nicht von den Schildern täuschen lassen.

WAS ICH LIEBE:

  • Das Interieur im „Mad Men“-Look
  • Das Frühstücksangebot, besonders die selbstgemachten Marmeladen und die Säfte
  • Die großen und bequemen Betten
  • Den unkomplizierten, aufmerksamen Service
  • Die nicht auf die Minute ernst genommenen Essenszeiten
  • Die gute Küche – und: die stillen Momente am Tisch. Das Essen ist einfach zu gut. Das 4-Gänge-Menü kommt in fairen Portionen.
  • Die Aussicht vom Pool
  • Die Möglichkeit, in Bond-Flair seine Gesundheit prüfen zu lassen
  • Die Lage, die Ruhe und Auszeit garantiert

REISEUNTERLAGEN

Sinnvoll trifft Genuss – folgende Punkte sind im Sportler-Check-Bundle im Das Graseck inbegriffen:

  • Sportler-Check
  • Zwei Übernachtungen im Zimmertyp der Wahl
  • Reichhaltiges Frühstücksbuffet
  • Abendliches Sportler-Menü
  • Eine Sportmassage (30 Minuten)
  • Eine Einheit mit dem Personal Trainer (60 Minuten)

Preis: ab 562 Euro pro Person im Doppelzimmer. Bei Einzelbelegung geht der Preis ab 652 Euro los. Immer abhängig von der gewählten Zimmerkategorie. Mehr unter www.das-graseck.de 

Fotos: Markus Löblein, Das Graseck

Die Geschichte erschien in veränderter Form zuerst auf GQ.de

Danke an Das Graseck für die Einladung

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