Früher Kirche oder Gefängnis, heute Design-Hotels

Zukunft ist Vergangenheit. Nicht nur bei den X-Men, auch bei diesen 7 Hotels.


Übernachten in einer Brauerei? Einem Gefängnis, einer Irrenanstalt, einer Kirche? Oder: Pablo Escobars Sommerhaus in Mexiko? Diese 7 Locations mit Vergangenheit wurden zu außergewöhnlichen Design-Hotels umgewandelt. Ich würde einchecken – und ihr?

Wer wie ich mit seelenlosen Beton-Bettenburgen nichts anfangen kann, wird diese außergewöhnlichen Unterkünfte lieben. Wie so eine Übernachtung in einer ehemalige Brauerei in Münster, einem Gefängnis in Offenburg, einer Irrenanstalt in Buffalo oder einer Villa von Pablo Escobar aussehen könnte? So!


August Hotel, (Antwerpen)


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© Designhotels

Man soll ja bekanntlich die Kirche im Dorf lassen, aber wie das Augustinerstift in Antwerpen vom Antwerpener Architekturbüro Vincent Van Duysen zum Hotel umgebaut wurde, finde ich ziemlich stark. Man sollte historischen Orten wie diesen den größtmöglichen Respekt gegenüberbringen, und das Gebäude wurde mit dem nötigen feingefühl umgebaut.

august hotel antwerpen gentlemens journey
© Designhotels

44 Zimmer stehen für das besondere Übernachtungserlebnis bereit. Draußen Backstein, drinnen bedachte Formensprache mit Fliesenböden und minimalistischer Möblierung.

august hotel antwerpen gentlemens journey
© Designhotels
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© Designhotels

Anstelle der früheren Kapelle steht jetzt die Bar, im angrenzenden Wintergarten findet ihr das von einem Glasdach überspannte Restaurant des ungewöhnlichen Design-Hotels. Und man mag es fast nicht glauben: Hinter den Mauern findet ihr einen unfassbar eleganten Spa-Bereich mit Schwimmteich. Hammer!

August Antwerpen
© August Antwerpen

August Antwerpen, Übernachtungen ab rund 145 Euro, beispielsweise direkt über www.designhotels.com/hotels/august


Factory Hotel (Münster, Deutschland)


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© designhotels.com
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Tatort Münster: In dem Fall (oha) ohne Thiel und Boerne, könnte mir die Location aber gut für einen Dreh der nächsten Episode vorstellen. Denn im Nordwesten Deutschlands wurden die denkmalgeschützten Mauern der ehemaligen Germania Brauerei in Münster als Design-Unterkunft Factory Hotel wiederbelebt. Wo früher Rohstoffe gelagert und Bier gebraut wurde, laden jetzt 128 Zimmer und 16 Suiten zum Übernachten, Essen und, logisch, Bier trinken ein. Werde ich mir definitiv anschauen – auch, weil ich als Braumeistersohn da der Spur eines perfekten Vatertags-Geschenks nachgehe. Preis: ab 84 Euro, mehr unter www.designhotels.com


The Qvest, (Köln, Deutschland)


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© designhotels.com
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© designhotels.com
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© designhotels.com

Historisches Stadt-Archiv? Langweilig. Design-Hotel? Oh yes! Im Kölner Gereonsviertel beherbergt das Behörden-Gebäude nun eine Unterkunft mit 34 Zimmern und Suiten. Jedes Zimmer wurde individuell nach dem Raumzuschnitt ausgestattet, ohne dabei aber überladen zu wirken. Im Inneren daten sich Design-Klassiker der 50er und 60 Jahre, zeitgenössische Kunst und neugotische Architektur. Statt der sonst üblichen Türen schirmen in den Zimmern Paravents Schränke sowie die in edlem Schwarz gefliesten Bäder ab. Nice job! Preis: ab 120 Euro , mehr unter www.designhotels.com


Hotel Henry, Buffalo (Staat New York, USA)


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Bis vor kurzem dürfte die Aussicht auf eine Nacht in der Adresse 444 Forest Ave. kaum jemand auch nur im Ansatz begeistert haben. Seit April hat sich das grundlegend geändert. Denn das eindrucksvolle, 1880 eröffnete Gebäude, in dem man locker einige Horrorfilme drehen könnte, wurde ursprünglich als Irrenanstalt genutzt. Und später als Psychatrische Klinik. Jetzt logiert in den Mauern das Design-Hotel Henry mit 88 Zimmern und Suiten, das Restaurant 100acres und eine Lounge. Und im Ort Buffalo mit den Bills und den Sabres zwei Teams aus NFL und NHL – also definitiv einen Besuch wert. Preis: ab 135 Euro, mehr unter www.hotelhenry.com


Hotel Liberty (Offenburg, Deutschland)


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© designhotels.com
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Meine Schwester kann ja ganze Tage mit Prison Break verbringen – und im Hotel Liberty würde sogar Michael Scofield ein paar Nächte verbringen. Denn: Seine Vergangenheit als Stadtgefängnis Offenburgs sieht man dem Liberty von außen architektonisch noch an – im Inneren aber vermittelt es dem Namen entsprechend Freiheit und Unabhängigkeit, dank großzügig geschnittener Zimmer, modernen Einrichtungselementen und einem Gourmetrestaurant. Da lass‘ ich mich doch mal verhaften. Preis: ab 140 Euro/Nacht, mehr unter www.designhotels.com


Martin’s Patershof (Mechelen, Belgien)


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Wer Design-Hotels in heiligen Hallen errichten möchte, muss viel Gespür und Respekt haben. In dem Fall bekommt das Architektenteam meinen Respekt, das Martin’s Patershof ist wirklich gelungen. Außen oldschool, innen Mad Men 2017. Design ja, Kitsch nein. Frühstück unterm Chorbogen, und eine fancy Bar gibt’s auch. Mag ich. Die Belgier können eben mehr als nur Fußball, Schokolade und Pommes. Übernachtung 87 Euro mit Frühstück, mehr unter www.martinshotels.com


Casa Malca, (Tulum, Mexiko)


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© designhotels.com
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Ein bisschen Narcos-Feeling im Urlaub – anyone? Kein Problem. In den 1980ern als Spielwiese von Drogenkönig Pablo Escobar erbaut, wurde das jetzt Casa Malca getaufte Anwesen in Tulum aus dem Dornröschenschlaf geweckt und in eine Hotspot-Unterkunft mit 42 Zimmern verwandelt. Im Inneren des Design-Hotels wartet dann ein halbes Kunst-Museum, wobei eigentlich die Residenz ein Kunstwerk für sich ist. Mit Bar auf der Dachterrasse und Privatstrand. I feel like Pablo – richtig Kanye? Ganz billig ist der Spaß leider nicht, dafür stört aber dann keine Polizei. Ist doch schon was. Preis: ab 389 Euro/Nacht, mehr unter www.designhotels.com

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