Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum

Wer ist eigentlich dieser Gentlemens Journey? Und wie tickt er so? Zeit für ein kleines Selbstinterview. Es gibt ja schließlich keine dummen Fragen. Nur dumme Antworten.

Ich heiße Markus und euch herzlich willkommen.

Ein Referat-Einstieg aus der Hölle. Kommt’s euch bekannt vor? Ich persönlich mag Vorstellungsrunden ja so überhaupt nicht. Aber wenn man einem Blog folgt, möchte man ja schon wissen, wer der Kopf dahinter ist. Was in dem Typ hinter Gentlemens Journey so vorgeht. Was er sich eigentlich dabei denkt, wenn er denn denkt. Und so weiter. Damit ich auch mal bisschen Fame-Gefühl fühle, hab ich mal Seiten gewechselt und mich interviewen lassen. War leider nur ich als Fragesteller zu finanzieren, aber für Neutralität wird garantiert.

Gentlemens Journey: wieso, weshalb, warum?  

Kannst du eigentlich auch lächeln? 

Ja. Sogar buchstabieren.

Hast du einen grünen Daumen?

Bei mir gehen sogar Kakteen ein. Sagt alles.

Du  darfst einen Monat lang nur ein und denselben Drink trinken: Was schenkst du ein?

Whisky Sour. Oder halt einen meiner Lieblingsweine Sauvignon Blanc aus Neuseeland, Rotwein von Tenuta di Tinoro oder Patz & Hall.

Das Budget wäre da: In welchem Hotel würdest du gerne mal absteigen?

Da gäb’s viele. Aber zum Beispiel das Soneva Fushi Maldives (von der Water Villa ins Meer rutschen), das Castiglion del Bosco (italienischen Wein gönnen im Infinitypool mit Blick auf die Toskana-Hügel), Deplar Farm Lodge in Island (Verwöhnung im natürlichen Heißwasserpool), und klar, Laucala Island auf Fiji (checkt den Glaspool, pls).

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© Nicolas Tedjadharma Fotografie

Das letzte mal, dass etwas meine Erwartungen übertroffen hat, war …

Eigentlich versuche ich, immer ohne Erwartungshaltung und Vorurteil an Dinge heranzugehen.Aber ja, gab es. Die Reaktion etwa auf das Portrait über Sneaker-Sammler Orhan. So viel positive Kommentare von (mir fremden) Leuten unter seinem Facebook-Post, die den Text loben (und damit meinen Aufwand anerkennen),  die Shares und einfach die Freude, wie aus einer kleinen Idee so ein Projekt für Gentlemens Journey wurde. Oder das Ausprobieren der Lump, Stein und Küchenmeister-Weinbar hier in München letztens. Der Plan: Auf ein, zwei Gläser mit fränkischem Vino reinsetzen. Daraus wurde ein Tasting mit den beide Sommeliers, die immer wieder Kostproben gaben, die nachher nicht auf der Rechnung standen. Und am Ende zusammen bei einer Flasche bis weit nach Feierabend um 1 Uhr nachts mit uns für einen coolen Abend sorgten.

Wann bist du das letzte mal gescheitert, und woran?

Ein Paar bestimmte Socken wieder zu finden. Auf 20 qm. Und so richtig, richtig? Vielleicht beim Brechen eigener Prinzipien, weil man ans gute in einer Person geglaubt hat. Scheiterbildung halt.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?

Beziehungs-Tipps geben.

Warum eigentlich Gentlemens Journey?

Ja, ist grammatikalisch nicht ganz korrekt. Und die korrekte Form war als URL leider schon vergeben. But who cares? Das Leben (und der Lifestyleblog Gentlemens Journey) ist eine persönliche Reise mit Stil. Auf der ich Neues entdecken, ausprobieren und ich die Leser von Dingen begeistern kann, die mich begeistert haben. Journey vielleicht auch wegen Herausforderung – ich mach das alles ja neben dem Hauptjob, also nach Feierabend und am Wochenende. Journey vielleicht auch, weil ich mir zeigen will, dass ein guter Blog auch ohne viele Insta-Follower Geschichten cool erzählen kann. Und einfach, weil ich mich überraschen lassen will, wohin die nächste Reise geht.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?

Im Sinne des Allgemeinwohls wär’s glaub ich besser, wenn ich bei der Arbeitsteilung die Wein-Auswahl übernehme. Aber ich trainiere mir aktuell ein ganz passables Gulasch an.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?

Vielleicht die Traumfrau straight ansprechen? Oder mit Haien tauchen.

Dein Leben wird verfilmt. Wer spielt dich?

Vielleicht Shindy? So ein 120 Minuten Gentlemens Journey Rapvideo wär doch mal was.

Wann hast du zuletzt herzlich gelacht?

Über eins der schlechten Wortspiele hier im Office. Und bei jedem Besuch auf Perlen des Influencer-Marketings. Echt. Immer.

Wann warst du zuletzt wirklich traurig?

Als mir jemand meine geliebten Kopfhörer zerbrochen hat. Die Goldbabies waren seit drei Jahren mein Begleiter, Rückzugshelfer, Abschalt-Garantie, Gute-Laune-Macher und Schutzpanzer. Mag nach Diva klingen, aber wenn so eine Konstante wegbricht, bricht das Herz schon mit. Zumal die so nicht wieder zu bekommen sind und das Budget auch nicht drin wäre. Ja, da war ich einige Tage mental-emotional überhaupt nicht anwesend. Und als ich meine Oma im Seniorenheim besucht hab. Wenn man weiß, dass das Erinnerungsvermögen nachlässt, der Blick in den Augen aber beim Besuch signalisiert: Hey, Markus – dann berührt das einerseits. Macht aber andererseits echt traurig, dass es so eine Krankheit gibt.

Welche großartige Idee hättest du gern selbst gehabt?

Ich kann mich richtig ärgern, wenn jemandem eine geile Headline oder ein Wortspiel zuerst eingefallen ist, und ich dann zugeben muss, dass die es eigentlich am besten ausdrückt.

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© Nicolas Tedjadharma Fotografie

Wann fühlst du dich unwohl? 

Ehrlich gesagt vor der Kamera. Nicht die beste Voraussetzung, wenn man auf für Instagram ein Shooting machen muss (und das muss man ja, um den Blog bekannter zu machen, ohne Profi-Bilder geht da leider nix mehr). Allgemein steh ich ungern im Mittelpunkt. Und ich fühl mich unwohl, wenn sich Menschen, also Family oder Freunde für mich Umstände machen müssen.

Meine Motivation manchmal in einem Beispiel?

Heute Abend gibt es Obstsalat. Vor allem Trauben. Okay, nur Trauben. Na gut. Wein. Es gibt Wein.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war es?

Mag lustig klingen aber: Käse. Auf Pizza ja, so pur hab ich das nie gegessen. Dann hat mein Onkel die Challenge angenommen, und zu meinen mitgebrachten Weinen jeweils eine Länder-spezifische Käseplatte aufgetischt. Ich hab mich durch alle (sogar Ziegenkäse) getasted. Und statt igitt sag ich an der Theke jetzt hallo zu den verschiedensten Sorten.

Eine Modesünde deiner Jugend?

Einrasierte Muster im Bart. Unter anderem.

Was kommt immer in den Koffer?

Parfum. Zwei Paar Hosen. Vans und Ultraboosts. 5 schwarze T-Shirts. Handy-Ladekabel. Sonnenbrille. Lederjacke.

Nach was schaust du in jeder Hausbar zuerst?

Ob Spirituosen dabei sind, die ich selber gut finde. Dann ob ich was entdecke, das ich noch nicht kenne. Und nach Edelbränden.

Was kannst du gar nicht?

Mit Zahlen umgehen. Total extrovertiert confident auf Leute zugehen. Dinge ein Jahr im Voraus planen. Tanzen. Und Handwerk.

Morgenmensch oder Nachtaktiv?

Bin nicht direkt ein Morgenmuffel, ich brauche einfach die ersten 15h des Tages meine Ruhe.

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© Nicolas Tedjadharma Fotografie

Ironie oder Sarkasmus?

Zweisprachiges Naturtalent.

Wie, du hast nicht studiert?

Richtig. Und trotzdem bin ich ein genauso wertvoller Mensch. Außerdem kann ich super Menschen studieren.

Dinge, die dich aktuell nerven?

„Ihr Lieben“-Ansprachen auf Social Media. Ghosting. Wenn man auf seine Followerzahl reduziert wird. Ich aktuell meine Family nicht so oft sehe, wie ich’s eigentlich hinkriegen möchte. Wenn jemand Dinge für selbstverständlich nimmt, die es absolut nicht sind.

Du hast pro Tag eine Stunde mehr zur Verfügung – wie würdest du sie nutzen? 

Wahrscheinlich nicht wirklich produktiv. Unnötig nachdenken.

Du hast 20 qm Platz in der Wohnung: Was muss unbedingt ins Zimmer?

Bett, kleine Hausbar, Kühlschrank, TV, Sneaker-Regal, Kleiderstange, und eine Zimmerpflanze. Auf ihr Risiko.

Mit wem würdest du gern mal einen Tag tauschen?

David Beckham. Oder Shindy.

Hast du Macken?

Bart und Haare. Also regelmäßige Friseur-Dates. Sneaker. Wortspiele.

Eine Aussage, die du laut Freunden sehr oft tätigst? 

Ja ach.

Peinlicher Moment im Beruf?

Puh. Also einer der peinlichsten zumindest. Bei einem Dinner im kleinen Kreis mit zwei der prominentesten deutschen Winzer sollte es zum Dessert Grappa geben. Limitiert, jahrelang gereift, aus der teuren Glaskaraffe. Flasche vorsichtig angeschaut, hochgehoben, zurückgestellt – und im Moment des Abstellens zerspringt die in drei Millionen Teile.  Reaktion der Gastgeber Markus Schneider und Jochen Dreissigacker: Bro, du bist so bleich. Trink erst mal ein Glas Wein. Easy.

Was sagst du zu einem guten Glas Wein? 

Nix, ich würds trinken.

Dinge, die sich nie bei dir nie ändern werden?

Niederlagen gegen meinen besten Freund in FIFA. Egal, welche Version, egal wie viel Training, egal welches Team – gegen ihn und Southampton ist immer Schluss.

Was würdest du gerne an dir ändern?

Weniger denken. Ich tendiere stark dazu, Dinge bis über den Garpunkt durchzudenken. Und mich schlechter reden zu lassen als ich bin. Bisschen mehr Freestyle und Selbstbewusstseins-Mut wär schon gut.

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© Nicolas Tedjadharma Fotografie

Credits: © Nicolas Tedjadharma Fotografie // Danke für die Bilder, @wanderlensed, mehr Infos zu Shootings auch über wanderlensed.com

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